Get well soon-Suppe

Weil ich mich hier in meiner neuen Wohnung etwas verkühlt habe (etwas is gut…) hab ich den Kochtopf geschwungen und herausgekommen ist eine würzigwärmende Suppe…

Zutaten

Nudeln
Stück Ingwer (sagen wir mal so breit wie ein Finger)
500 ml Wasser
Maggiwürfel (besser: richtige Hühner- oder Rinderbrühe)
1 feste, nicht zu wässrige Tomate
Estragon
Pfeffer
Salz
Kräuter der Provence
1 Knoblauchzehe (wenns nach mir ginge kann man Knoblauch auch komplett drin versenken *g* aber das is etwas zu „Zielgruppenorientiert“ ;) )

Wasser kochen, Maggiwürfel rein (bzw Brühe erhitzen), dann Nudeln dazu, Tomate kleingehackt dazu (wer mag kann die auch vorher häuten), Ingwer und Knoblauch in kleinste Stückchen schneiden (oder reiben) und dazugeben, kurzaufkochen, dann die Gewürze bis auf Salz und Pfeffer dazu, mit denen wird abgeschmeckt wenn die Nudeln gar sind.

Tadaa :)

Das Kreuz mit dem Kreuz – Kleiner Artikel über die Swastikaproblematik

Als ich als Kind gerade einmal einen Stift halten konnte und ich die ersten verworrenen Linien aufs Papier brachte ermahnte mich mein Herr Papa doch, tunlichst keine Hakenkreuze zu malen, da man das ja durchaus falsch verstehen könnte. Ich folgte dieser Aufforderung in meinem damals bereits vorhandenen Pragmatizismus und war fortan auch darauf geprägt, Hakenkreuze als negativ zu sehen.

Irgendwann vermutlich mit 15 so rum setzte ich mich dann damit auseinander, wie ähnlich die Symbole der verschiedenen Kulturen sein können. Und ab da Begann ich dann auch den Grundstein für das Verstehen eines Dilemmas zu legen, das sich mir ein paar Jahre später offenbaren sollte.

Wenn man mit nicht ganz so geschlossenen Augen durch die Welt geht merkt man früh, dass solche Dinge wie Runen und Sonnenräder an einem Punkt der Geschichte den Besitzer gewechselt haben. Waren Runen bis dahin noch Schriftzeichen, mit denen man wunderbar Gräber, Kessel und Klamotten versehen konnte, gingen sie irgendwann in den Gebrauch derer über, die fortan für diese bestimmte, grauenhaft vorbelastende Konnotation verantwortlich sein sollten.
Gleiches mit der Swastika.

Geht man also als Deutscher mal unvorbereitet durch eine buddhistischere Gegend als den hiesigen Asia-Laden, fühlt man sich sogar manchmal richtig peinlich berührt, weil negativ vorgeprägt. Da haben Buddhas ganz unverhohlen Hakenkreuze auf der Brust, farbenfroh prangen Swastiken von den Gebäuden und niemand würde nur im entferntesten auf die Idee kommen, das ganze für etwas unanständiges zu halten, etwas, das bei uns seit Ewigkeiten bereits verboten ist. Und das auch aus einem, meiner Meinung nach, guten Grund.

Jetzt gibt es ja diverse Kommissionen und Gruppen, die sich dafür einsetzen, die negativ besetzten Symbole wieder reinzuwaschen. Ob und wie sinnvoll das ganze ist, kann ich an dieser Stelle nicht entscheiden weil sich für mich kaum etwas an der Symbolik ändern wird, nur weil sich die Rechtslage diesbezüglich vielleicht ändert. Aber vielleicht wär ja, wie immer, ein bisschen Aufklärung hilfreich, damit der kleine Prozentsatz der Bevölkerung, der auf Aufklärung steht, zu seinem Recht kommt.

Aufklärung scheint dringend nötig zu sein. Nehmen wir mal ein Beispiel aus etwas jüngerer Vergangenheit, um den Irrsinn um dieses Symbol zu verdeutlichen:
Da hatten sich Leute gefunden, die eindeutig NS-gefärbte Swastiken in einem roten und durchgestrichenen Verbotskreis als Anstecknadeln oder auf T-Shirts mit sich herumtrugen, um ihrer Meinung, „gegen Rechts“ zu sein, Ausdruck zu verleihen. Wie toll, könnte man denken. Gegen Rechts und gegen Faschismus und gegen Feindlichkeit generell eine Aussage zu treffen, man möchte schon fast sagen das sei löblich. Jetzt kam es allerdings dazu, dass das „Gegen Rechts“-sein nun ebenfalls verboten wurde, schließlich stellten diese durchgestrichenen Hakenkreuze immerhin noch Hakenkreuze dar. Abgesehen davon kann man dafür ja auch super Bußgelder einsammeln. Aber das nur nebenbei. Jedenfalls war das gegen Rechts sein dann auch verboten und eine Reglementierungsschwachsinnsspirale begann, sich unaufhörlich zu drehen. Auch Triskelen wurden konfisziert mit der Aussage „Mir doch egal, wieviele Arme dein Hakenkreuz hat.“. Wer dann noch „Dreifaltigkeit?“ gestammelt hat war dann letztlich nicht nur rechts sondern auch noch ein verrückter Eso-Spinner.

Was will uns das sagen? Außer dass es gut ist, Bußgelder einzusammeln?
Die negative Prägung dieses Symbols wird nicht einfach weggehen. Wir werden auch nicht zu glücklich lächelnden Buddhas erhoben, nur weil wir das Symbol nun auf jede Wand malen und erklären, dass das ja ein Sonnenrad ist. Nein, das ganze sagt und eines: Symbole werden trickreich missbraucht. Überall. Sei es nun als geheimes Erkennungszeichen Gehirnamputierter die sich daran erfreuen, gegen generell alles zu sein was nicht bei drei auf dem Baum ist oder eben um dadurch Haushaltslöcher zu stopfen oder eigene Ideologien bzw. Machtspielchen durchzusetzen.

Asien hatte einfach nur genug Glück, weit genug von schwarz-rot-weißen Flaggen weg zu sein.
Wenn in Deutschland bzw im Rest der Welt der einzige Berührungspunkt mit diesem Symbol nuneinmal der Nationalsozialismus ist, und diese Zeit war ja unleugbar sehr einprägsam, dann werden wir uns niemals wohlig-erleuchtet fühlen im Schatten einer großen marmornen Swastika. Brauchen wir auch nicht. Wir müssen eigentlich nur aufpassen, dass nicht noch mehr Symbole diesem Irrsinn anheim fallen. Pentagramme sind ja schließlich auch nicht ausschließlich für böse Satanisten. Auch wenn ich bisher brav mit ebendiesen geteilt habe.
Eine interessante Statistik dürfte sein, wie oft man für „rechts“ gehalten wird nur weil man einen Thorshammer trägt. (Gepaart mit einer Affinität für derbe Schuhe ist das zugegebenermaßen recht verführerisch…)

Gruppierungen werden immer Symbole benutzen, um Zusammengehörigkeit zu zeigen. Am Besten sind dann natürlich Symbole, die man als Ottonormalbürger nicht sofort erkennt, als Eingeweihter allerdings schon. Und den Streit darum, wessen Symbol das dann ursprünglich war, wird es auch immer geben. Aufklärung hin oder her. Vielleicht wäre es sinnvoll, die Energie nicht in die Reinwaschung von Symbolen zu stecken sondern eher in die Verhinderung, dass solche Gruppen überhaupt erst nötig werden für manche Menschen.

Theoretisches im Konjunktiv

Während ich also bei Wikipedia mittlerweile bei V wie Vanitas angekommen bin und mir dieses Artikelchen dann heute auf Arbeit durchgelesen habe, gingen mir diverse Theoreme durch den Kopf, ein paar Wunschgedanken die mein Leben hier in FR etwas versüßen würden. Nein, keine Sorgem es folgt kein sehnsüchtiger Wunschzettel, ich dachte nur kurz darüber nach, das man gleichzeitig selbstsüchtig und -los sein kannm im Bezug auf ein und dieselbe Sache. Fand ich spannend, denn stimmt wirklich. Während also im Hintergrund rührselige Meat Loaf – Songs spielen (Two out of three ain’t bad) und ich so langsam in eine watteweich-müde Stimmung hinübergleite, frage ich mich ob ich vielleicht zu sehr Idealist bin. Und ob Idealisten mehr Bestand haben als stumpfe Egoisten.

Apropos Egoismus, ich freue mich ja auf unsere nächsten Deutschlandtrip. Hoffe, wir bekommen alles unter einen Hut. Eventuell bleiben da nur 3 Tage für alles und das ist für -alles- zu wenig. Werden sehen was die Zukunft bringt und ob’s Ende Januar überhaupt klappt. Ich hätt doch und ich würd so gerne… und so gegen April/Mai mag ich auch nochmal gern, Eis essen, Geburtstag feiern, Besuchen, Sachen mit den daheimgebliebenen Schätzen machen. Wenn… alles klappt. Allerdings hat das Jahr so gut angefangen, dass ich denke, das wird schon.

Übrigens erstaunlich, wieviel Kraft ich geschöpft hab die letzten Wochen.

Mal sehn, wem ich dafür die Schuld zuschiebe. Ich bin jedenfalls nie wieder krank. Gut für mich, schlecht für die anderen ;)

Jahresstart…

Wie unglaublich cool *g*

Nun ist das neue Jahr schon beim zweiten Tag angekommen. Und irgendwie ist das ganze so unglaublich positiv grade, dass ich keinen Dreh zum schlafen finde.

Nagut, gleich. Bin schon etwas müde, muss aber unbedingt meinen Eindruck von dieser Nacht schildern. Der da lautet: Manche Sachen sind sehr überraschend. Und andererseits dann wieder nicht. Positiv :)

Für alle die dieses Stakkato ein bisschen kryptisch finden: Good things come to those who wait. Ich hab da mal ein bisschen gewartet und finde, ich habe Freunde gefunden. Wenn ich dann gleich meine 5 Stunden Schlaf antrete kann ich mit guter Gewissheit sagen, dass das, was ich mir für das kommende Jahr eigentlich vorgenommen hatte, irgendwie schon eintrifft ohne dass ich wirklich irgendwas großartiges tun musste. (Außer ich selbst zu sein, Unsinn zu machen und allen zu helfen)

Danke dass ihr da seid.

;)

Statement zu: Indigokinder

Vielleicht gibt es tatsächlich auserwählte Kinder, die vielleicht irgendwo in sich drin eine Weisheit bergen.

Aber.

In der Regel sieht die Geschichte ja anders aus. Mutti wollte als Kind selbst mal Model/Prima Ballerina/Sängerin werden. Hat das ganze aber nicht geschafft, aus mangelndem Talent, oder vielleicht aus Mangel an Geld, die Gründe sind mannigfaltig. Jetzt bekommt Mutti ihr Baby und fühlt sich nach der Geburt erleuchtet, angestrahlt von dieser wundervollen Babyaura. Die eigentlich jedes Baby hat. Mit diesem Baby soll alles besser werden, ein Neuanfang, jawohl! Und weil Mutti sich sowieso für ein bisschen Esoterik interessiert, findet sie auch bald ein Thema, wie man Esoterik und das neugeborene Leben super kombinieren kann.

Wenn man sich die Texte auf diesen Seiten durchliest, dann stellt man schnell fest, dass sie nach dem selben Muster aufgebaut sind. Sie alle verfügen über einen Schreibstil, der den geneigten Leser dazu bringt, das gelesene mit sich selbst abzugleichen und eine Checkliste abzuhaken.

- Schwierigkeiten in der Schule [x]
- sich in seinem Handeln nicht korrigieren lassen (wollen) [x]
- akzeptiert keine Autoritäten [x]
- lernt nicht aus Strafen (Trotz) [x]
- hoher IQ [x]
- sensibel gegenüber Nahrungsmittelzusätzen [x]

=

Mal unter uns… wer hatte denn keine Schwierigkeiten in der Schule? Es gab doch so ziemlich bei jedem Prügeleien oder Ärger mit Lehrern. Mehr oder weniger.

Kinder wollen sich natürlich nicht von etwas abbringen lassen, was ihnen Spaß macht. Und wenn es ihnen Spaß macht auf Muttis Doppelbett zu springen dann wird das gute Argument, dass der Lattenrost das nicht ewig mitmacht, da auch nicht helfen. Kommt man auch nur mit viel Geduld hinterher.

Autoritäten zu akzeptieren ist auch so eine Sache. Wir kennen natürlich alle so Sprüche wie „Du bist nicht meine Mama, du hast mir garnichts zu sagen!“ zu Kindergärtnerinnen z.b.

Und aus Strafen lernen? Hat bei mir auch gedauert. Erst nachdem ich die frische Tapete im Flur mit schwarzen Filzern angemalt hatte und dafür den Hintern vollbekam dämmerte mir, dass ScheiBebauen Ärger nach sich zieht. Zuvor hatte ich jede Androhung von Strafe geflissentlich ignoriert. Macht ja auch Spaß, dieses Bettengehoppse.

Der hohe IQ ist so eine Sache. Eltern sehen ihre Kinder immer verklärt und entsprechend sind diese Kinder auch die allerintelligentesten. Immer.

Und die Sensibilität bei Nahrungsmittelzusätzen lässt sich bei so einem kleinen Körper auch mit etwas rhythmischem Nachdenken erklären. Wenn mein Kind den Spinat nicht will muss das aber nicht heißen, dass dort viele verschiedene E-Nummern drin sind. Es kann die grüne K0tze auch bloß eklig finden weil Kinder nunmal schnüksch sind und am liebsten Pommes essen.

Man kann also alle diese Symptome völlig alltäglich erklären. Das ganze spielt mit der Unsicherheit der Eltern, ob das eigene Kind normal ist und wenn nein, ob dieses Unnormale denn zwingend schlecht sein muss. Und da trifft sich diese Auserwähltengeschichte gut.

Da gibt es sogar einen Fachbegriff für, den Barnum-Effekt. Zu finden hier: Der Barnum-Effekt bei Wikipedia
Scheint das gleiche Zeug zu sein, womit sie die Zeitungshoroskope spicken.

Mit entsprechend dekorierter Webseite und ein paar historisch-korrekten Begriffen wird daraus ein psychologischer Taschenspielertrick, bei dem sich die Leute, die daran tatsächlich glauben, auch bereitwillig angegriffen fühlen, wenn man dieses Konstrukt auseinandernimmt. Kein Wunder, hat dieses Konzept ja bislang für einen selbst alle Unzulänglichkeiten gerechtfertigt.

Soweit so schlecht. Diese machtvolle Waffe auf ein Kind zu richten ist das übelste was einem als Dreikäsehoch passieren kann. Man ist grade ein paar Jährchen auf der Welt, schon laden sämtliche Leute um einen herum ihren psychischen Unrat auf einem ab. Wenn man bis dahin noch ganz beitrost war, ist man es spätestens jetzt nichtmehr, grob gesagt. Wenn Erwachsene unter ihrem psychischen Druck zerbrechen, wie sollen Kinder soetwas handlen können…

Aber dieses Konzept ist nicht das einzige. Es gibt noch mehr davon. Für jeden Menschen auf der Welt ein eigenes, quasi. Und manche gehen sogar soweit, den Leser zu fragen, ob er sich denn auch schon immer für anders gehalten hat, als die anderen. Ob er vielleicht empfindsamer ist als die ganzen gefühlsblinden Leute auf der Straße. Beantwortet man das ganze mit Ja, sagt einem der Text, dass es dafür einen genetischen Grund gibt. Manche Menschen sind nämlich genetisch weiter entwickelt (besser?) als andere. Mit so einer kleinen Mutation, die macht, dass man alles anders und besser wahrnimmt.
Das ganze appelliert dann so ein bisschen an die bösen Schulkameraden und Arbeitskollegen, deren Mobbingopfer man ja ständig war. Und man kann vor allem diesen Kreis durchbrechen, wenn man das Nachfolgebuch für 15 $ kauft.

Nein, das hab ich mir nicht ausgedacht. Genau das stand in einer PDF-Datei eines Bekannten von mir, der darin sein Seelenheil gesucht hat.

Alter Artikel: Das MZB-Syndrom

Warum sehen wir die Kelten eigentlich so häufig auf so verklärte Weise?

Ein Erklärungsversuch:

Im allgemeinen ist ja bei Herrn Otto Normal nicht viel über die Kelten bekannt. Vielleicht hat man schonmal eine Doku gesehen. Bevor ich mich weiter mit dem Thema Kelten beschäftigt habe, war ich der Meinung dass es diese nur auf den britischen Inseln da oben gegeben hätte und ich war erstaunt, dass es sie bis nach Südeuropa verschlagen hat oder auch weit in den Südosten. So wird es also einem Gros der Leute gehen, die „nur mal was“ darüber gehört haben.
Dazu kommt dann die allgemeine Fantasywelle, die erst langsam wieder abebbt, in den 80ern war Fantasy ja auch schonmal tierisch „in“ gewesen, die Nebel von Avalon sind von 82, soweit ich weiß. Also merkt sich der Großteil der Menschen einfach nur das, was er irgendwann mal aus der Kategorie „Kelten“ gehört hat. Das sind meist eher die spektakulären und verklärten Sachen und nicht die trockene Realität.
Jetzt gibt es aber auch solche, die sich an irgendwas anlehnen müssen. Diese Menschen glorifizieren das, was für sie am passendsten erscheint. Manche machen das mit dem Mittelalter, andere mit Germanen und wieder andere mit Kelten. Und sie vergessen dabei, dass das Leben unter den damaligen Bedingungen kein LARP war und man durchaus auch mal Sch**ße schippen musste, um alles seinen gewohnten Gang gehen zu lassen. Keine Ausnahmen, keine Rücksicht auf „Newbies“. jede Zeit hat ihre besonderen Tücken. Heute ist es wohl mehr die Arbeitssuche, damals war es das Überleben, ohne Zentralheizung und WAP. Das wird alles vergessen, weil man sich die nie gewesene gute alte Zeit zurückwünscht, weil man hier keine Aussichten hat, seinen Traum zu leben. Und weil man vielleicht sogar garkeine Träume mehr hat, weil es mittlerweile schon fast alles gibt. Damals wäre das Fliegen z.B. eine Sache gewesen, die man sich nur hätte erträumen können. Heute steigen wir in ein Flugzeug oder lassen uns von einem Turbogebläse als Freizeitspaß in die Höhe pusten.
Klingt wirklich wie ein Wunsch nach „Weniger“, oder?
Weniger Stress zum Beispiel. Welchen Stress kann eine schön gewandete Keltin auch schon haben, außer sich einmal im Leben für den großen Kampf gegen das Böse zu rüsten? Das ist ja der erste Gedanke, den man bei den Gefahren des damaligen Lebens so hat. Feindesangriffe.
Dass die Leute damals nicht alle aussahen wie Liv Tyler und Viggo Mortensen, daran denkt man erstmal nicht. Die waren bestimmt sogar verglichen mit den heutigen (Werbe)Schönheitsidealen ganz schön häßlich. Gab ja auch keine Dove Extrazart. Und gerochen wird es damals auch haben… klar, man hatte da seine ätherischen Öle, aber die benutzt man ja nicht, wenn man eben mal einen Fuchs jagen geht. Und von Waschmaschinen fange ich garnicht erst an.
Es sind den Leuten nicht an jeder Ecke Feen über den Weg gelaufen, es kamen keine weißen Zauberpferde mal eben so aus irgendwo, es war schlichtweg Alltag.
Alltag, den wir hier auch haben. Aber wir stellen uns ja nicht vor, wie ein Kelte mit Durchfall aussieht oder in der Nase bohrt. Wir sehen ihn als spirituelle Entität, ständig von einer Aura umgeben.
MZB ist (was ich irgendwie bedauere) bei vielen „ernsthaft Kelteninteressierten“ ein rotes Tuch. Kann ich verstehen, nach dem x.ten Typen der mich nach Feenzauberstaub fragt hätte ich auch gründlich die Nase voll. Aber es ist völlig okay mMn, wenn sich Leute eine Selfmade-Religion aus einem Buch stricken, solange sie damit glücklich werden. Was nicht okay ist (aber daran kranken viele Religionen), ist der Versuch, dieses Buch (was zu allem Überfluss auch noch Neuzeitlich ist Wink ) als allgemeingültig anzusehen, aus Fiktion Wahrheit zu machen. MZB hat sich eine schöne Geschichte ausgedacht. Fertig. Mehr ist hinter all diesen Geschichten nicht. Punkt.
Natürlich fühlen sich dann die NebelVonAvalon-isten davon angegriffen, wenn ich sage, dass hinter dem Buch nicht viel mehr ist, als Fiktion und ein bisschen Konsum/Profit. Aber dazu kann ich nur entgegnen, dass es ja nicht darauf ankommt. Es kommt darauf an, was man in seinem Herzen aus einer (egal welcher) Religion macht.

Energetisches hin und her

Mal wieder Zeit für einen Eintrag.

Heute hab ich eine gewischt bekommen.

Ich konnte nicht schlafen, deshalb hab ich mich so gegen 1-2 Uhr wieder ans Internet gesetzt, um dort ein bisschen zu schmökern. Dabei bin ich auf ein Forum gestoßen, das beim öffnen der Seite bereits ein ziemlich starkes Gefühl von Durcheinander in mir hervorrief. Nicht, dass ich mich selbst durcheinander gefühlt hätte, nein, das Forum war energetisch durcheinander. Naja, dachte ich, ich habe ja seit langem nichts mehr energetisches Gefühlt, surfte in einem neuen Tab auf eine andere Seite und versuchte spielerisch, mein drittes Auge zu öffnen, oder wenigstens einmal kurz zu blinzeln. Ein paar Minuten später, ich hatte das mit meinem Auge bereits ad acta gelegt weil das liebe Internet mich abgelenkt hat, widmete ich mich wieder diesem Forum mit dem energetischen Chaos. Ich las dort von Ängsten, tödlich verflucht zu werden, Bann-Anleitungen, sogar ein explizit satanischer Bann war dabei *g*. Gut, ab da war mir klar, woher diese Unruhe kommen musste, die ich da spürte. Ich kam dann zu einem Thread in dem es um ein spezielles Bild ging.
Dazu sei gesagt, mich schreckt wenig. Ich kenne Splatterfilme, ich kenne reale Verletzungen und entstellende Krankheiten, ich hab den ein oder anderen menschlichen Abgrund gesehen. Und ich hatte dieses Bild, was auf der Seite auftauchte, vorher bereits gesehen. Auf einer anderen Seite war genau dieses Bild zu sehen gewesen, das ein Mädchen mit einer Puppe in der Hand abbildete, das in rot/grünen Farben dargestellt war und wie eines von diesen 3D-Bildern wirkte, für die man so eine spezielle Brille bräuchte. Soweit so gut, damals, als mir dieses Foto zum ersten mal begegnete, habe ich es mehrere Minuten angesehen, gestaunt, analysiert und kam zu dem Ergebnis wie einige andere Internetuser ebenfalls: Das ganze kann genauso gut ein Fake sein, dazu ausgelegt, sich möglichst populär zu verbreiten und Leute zu erschrecken, vielleicht auch eine Art Vorzeigearbeit für einen Grafiker. Anschauenswert war es damals allemal, schließlich ist es gut gemacht, auch wenn ein paar findige Füchse optische Ungereimtheiten in dem Bild gefunden haben, die darauf schließen lassen dass es keinen realen Geist zeigt, wie behauptet.
Da war dieses Bild dann also schonwieder. Nur dieses mal konnte ich es kaum 3 Sekunden anschauen. Ein weißer Blitz durchfuhr mich quasi, meine Augen weigerten sich, das Bild zu sehen und ich klickte es weg, nachdem ich starke Hitze in meinen Schläfen gefühlt hatte. 30 Minuten später spürte ich im rechten Auge, in der rechten Wange und im rechten Ohr immernoch eine leichte Taubheit. Als hätte mich eine helle Lampe geblendet. Puh!
Ich hab dann versucht, mich zu erden, mir meinen Bergkristall gegriffen und verschiedene positive Chants angemacht.
Jetzt will ich immernoch nicht an den bösen Fotogeist glauben. Ich glaube vielmehr, ich habe eine Menge Projektionen von Internetusern abbekommen. Oder vielleicht hat jemand einzelnes auch für den nächsten armen Trottel, der dieses Bild anschaut, auch eine spirituelle Mausefalle hinterlegt. Weiß ich nicht. Aber eine interessante Erfahrung war das allemal, durch’s Web Energien zu bekommen.

Nächstes mal bitte NUR mit meinem Einverständnis…

Die Aufgabe

Ihre braune Lederhose war abgenutzt. Die Taschen waren ausgebeult und die
Schnüre, die an den Seiten die Hose in ihrer Form hielt, waren schon mehrfach
neu zusammengeknotet worden weil sie an mehreren Stellen gerissen waren. Das
Leder selbst glänzte speckig und hatte von Sonne und Schnee Risse
davongetragen. In dieser Hose steckten recht schlanke, aber kräftige
Frauenbeine, deren Füße wiederum in schweren und schwarzen Lederstiefeln
steckten. Den Kontrast zu diesem Unterkörper bildete die Bluse aus weißer
Strauchwolle. Sie saß locker auf ihren Schulter, gab jedoch nicht zuviel und
nichts unzüchtiges preis. Ihre langen dunkelbraunen Haare hatte sie zu einem
Zopf gebunden, ganz ohne schleife, nur mit einer Strähne; trotzdem hielt die
Frisur dem Wind, der an ihr zupfte, stand. Zugegeben, der Wind in den Gassen von
Élidale war nicht sehr stark. Die ganze Gegend rund um diesen Ort schien kaum
größeren Wetterschwankungen ausgesetzt zu sein, bis auf die Winter, die hier
schon immer verschneit gewesen waren. Rechts und links ragten braune
Sandsteinmauern hinauf in den Himmel. Carda stand mitten im Aufgang zur
Hagazissenstube, dem Arbeitsplatz ihrer Mutter, die schon seit langer Zeit fort
war. Carda spielte mit einem ehernen Schlüssel in ihren Händen und überlegte,
was sie dort wohl noch vergessen hatte. Vor wenigen Monaten hatte sie
angefangen, die alten Aufzeichnungen zu studieren und war, trotz fleißiger
Arbeit, noch lang nicht fertig.
„Carda! Carda!“ rief es hinter ihr.
Kurz überlegte sie, ob sie reagieren wollte, denn ihr kam diese Mädchenstimme
bekannt vor. Doch sie drehte sich um und sah, wie Cerubina auf sie zu kam, eilig
fast zwei Steinstufen auf einmal nehmend. Cerubina, dieser Name bereitete ihr
Kopfschmerzen. Sie hatte das Mädchen mit dem runden Gesicht, den roten Haaren
und den Sommersprossen im Gesicht vor ein paar Jahren auf dem Markt von Èlidale
getroffen. Carda hatte ein kleines Körbchen mit Mandragorawurzeln in ihrer Hand
gehalten und Cerubina hatte sie während des gesamten Einkaufs darüber
ausgefragt, was sie damit wolle, warum man dies brauche, für wen sie dies
brauche et cetera. Und Carda hatte sich der Fragerei ergeben. Und seither war
sie Cerubina nie wieder losgeworden. Sie hielt Carda für die weiseste Frau in
ganz Èlidale. Vermutlich war Carda auch die weiseste Frau die Cerubina kannte.
Carda zählte nun 21 Jahre, Cerubina nicht einmal ganze 17. Ihre Mutter war eine
mittelständische Schneiderin und ihr Vater einer von vielen Hufschmieden für
das königliche Heer. Cardas Mutter hatte im Dienst der Königin gestanden, als
Beraterin, Gesellschafterin, aber auch als Freundin. Über Cardas Vater war
nicht viel bekannt, lediglich dass er tot war und dass er sein Leben an einen
unehrenhaften Kerl aus einer Spelunke verloren hatte. Nachdem Cardas Mutter
verschwunden war nahm sie ihre Stellung am Hof ein. Und natürlich war Cerubina
fasziniert von den Hofdamen, den schönen Kleidern und all dem Prunk, mit dem
sich die Königin Brigid den ganzen Tag umgab. In ihrem jetzigen Aufzug
allerdings konnte Carda sich nicht unter ihre Augen wagen – das wusste sie.
Die Königin hätte sie zwar nicht gescholten, jedoch hätte sie für den Rest
des Hofstaats keinen guten Eindruck hinterlassen, wäre sie wie ein Kerl in den
Palast gestapft gekommen.
„Warte auf mich!“
Carda stemmte die Hände in die Hüften und sah, mit innerlichem Lachen, zu, wie
die kleine runde Cerubina die Treppen zu ihr hinaufkam.
„Was…“ setzte sie an.
„Ich wollte mir doch die Arbeitsstätte deiner Frau Mutter ansehen!“
Carda seufzte. Sie wusste genau dass dieses Mädchen, ohne Aufsicht, in der
Studierstube ihrer Mutter ein heilloses Chaos anrichten würde.
„Du versprichst, nichts anzufassen?“ fragte sie.
Cerubina nickte eifrig. Mit dem schweren Eisenschlüssel schloss Carda die Tür
auf, die in ihrer Aufhängung quietschte und ächzte.
„Kann ich mir das ansehen?“ rief Cerubina, kaum war die Türe offen.
„Nein,“ hielt Carda dagegen, ohne zu wissen worauf ihre kleine Freundin
überhaupt ein Auge geworfen hatte.
Sie hörte ein trotziges Seufzen hinter sich.
„Warum bist du hier?“
„Weil ich etwas suche,“ erklärte sie.
Und bevor Cerubina etwas sagen konnte fügte sie:
„Du kannst mir nicht helfen, ich suche nur Bücher,“
hinzu. Carda stöberte durch die verstaubte Stube. Das Licht fiel nur in
Strahlen durch das schwarz beschlagene Fenster. Die Kerzenstumpfe auf dem
Fensterbrett verrieten, warum die Scheiben so beschlagen waren. Auf den ersten
Blick schien das Chaos ausgebrochen zu sein, bei näherer Betrachtung stellte
sich jedoch ein System heraus. Die Bücherschränke waren vollgefüllt mit
Schriftrollen und unsauber gebundenen Büchern. Ein schwerer, feuchter Geruch
lag in der Luft und schien von den Holzregalen auszugehen.
„Immer nur lesen. Ich würde verrückt werden!“
„Werden,“ wiederholte Carda das Wort leise, grinsend.
„Was? Du liest immer nur. Was soll das?“
Genervt lies Carda das Buch, in dem sie grade las, sinken und richtete ihren
Blick hinter sich, wo Cerubina stand und sie mit offenem Mund anstarrte.
„Lesen bildet. Auch dich!“
Sie warf ihr lachend ein Buch zu. Auf dem Einband waren merkwürdige Buchstaben
geschrieben, geschwungene Striche, Bögen und Punkte.
„Ich kann nicht lesen. Und ich brauche das auch nicht.“
Sie streckte ihr das Buch wieder hin, doch Carda lehnte es ab.
„Nimm es. Es gehört dir. Du kannst es behalten.“
Cerubina öffnete das Buch und sah darin eine Reihe von Buchstaben. Es schien
ein Kinderlesebuch zu sein.
“Ich habe damit gelernt. Du willst doch immer wissen, was ich mache.“
Cerubina war ein wenig erschrocken. Sie hatte nicht gedacht, dass das Lernen mit
Lesen und Schreiben anfangen würde.
„Ich war zehn Jahre alt. Es kann dir nicht schaden, wenn du das auch
kannst.“
Cardas Stimme glich in diesem Moment der, einer Lehrerin.
„Ich brauche das aber nicht!“ protestierte Cerubina. „Ich will lernen wie
man Kräuter mischt, oder wie man Tränke braut, oder böse Geister
austreibt!“
Carda kicherte.
„Was glaubst du wohl, steht in den ganzen Büchern?“
Cerubina senkte den Kopf. Sie blickte zu Boden und war ein wenig enttäuscht.
Sie hatte sich das alles viel einfacher vorgestellt. Sie hatte Carda schon oft
dabei zugesehen wie sie verletzte Soldaten mit Kräuterauflagen heilte, sogar
bei einer Geistervertreibung war sie dabei gewesen. Und das alles schien so
einfach zu sein.
„Was ist? Willst du es nicht? Dann gib es wieder her!“
Carda hielt ihre Hand auf, damit Cerubina das Buch hineinlegen konnte. Doch sie
behielt das Buch. Carda wusste, welchen Einfluss sie auf das Mädchen hatte. Die
Kleine hatte sich ein Lederband mit einem Edelstein am Ende um den Hals
gehangen. Sie hatte gehört, dieser durchsichtige Stein schaffe klare Gedanken,
deshalb hatte sie sich einen von einem fahrenden Händler mitbringen lassen.
Doch Carda hatte sich nicht damit befasst ob dieser Stein auch wirklich hielt,
was der Händler versprach. Und es hätte sie auch nicht gewundert, wenn man
Cerubina einen Glasklunker verkauft hätte.
„Gut, ich bin hier fertig.“
Sie nahm einen Stapel aussortierter Bücher unter den Arm und bewegte sich in
Richtung Tür. Ihre kleine Freundin kam ihr hinterher, mit kleinen
Tippelschritten, aus Angst, auf etwas zu treten. Beide gingen die steinerne
Treppe, die von den hohen Mauern gesäumt war, herab. Die Sonne schien auf die
Dächer Èlidales herab. Es war Sommer, alles war in ein warmes Goldgelb
getaucht. Es dauerte auch nicht lange, da saß Carda in ihren Gemächern in
einem Nebengebäude des Palastes und studierte die soeben gefundenen Schriften.
Die Bücher hatten ganz verschiedene Inhalte, über Pflanzen, Tiere, Zauberei
und Küchenregeln. Sie saß in einem hölzernen Schaukelstuhl, der mit eigens
genähten Kissen gepolstert war und sanft hin und her wog. Die deckenhohen
Fenster waren mit orangefarbenen und gerafften Tüchern verhängt. Cardas Buch
handelte von einer alten Legende, nichts außergewöhnliches, eine typisch
schwarzweiße Geschichte über den Kampf Gut gegen Böse. Die darin
beschriebenen Völker waren schon seit einigen hundert Jahren tot oder in alle
Winde zerstreut. Auch Èlidale spielte in diesem Buch eine kleine Rolle, als
Wegpunkt auf der Reiseroute eines fahrenden Händlers, nichts besonderes also.
Die Luft roch scharf, ein Zeichen für ein nahendes Sommergewitter. Kaum hatte
Carda dies zuende gedacht, schon grollte es aus der Ferne. Sie legte ihr Buch
aus der Hand und schob die orangefarbenen Vorhänge beiseite. Sie blickte aus
dem ersten Stockwerk einen Berg hinab. Schloss Ríma war auf einen kleinen Berg
gebaut worden und hatte diesen während der Ausbauarbeiten beinahe vollkommen
verschlungen. Carda erinnerte sich zwar kaum daran, doch ihre Großmutter wusste
noch, dass der Berg einst Undênnen geheißen hatte. Aus welcher Sprache dieses
Wort kam oder was es bedeutete wusste vermutlich niemand mehr, so auch Carda
nicht. Das Sommergewitter brachte warmen Regen mit, der allerdings nicht gegen
die Fenster schlug da sich die Schlagseite genau auf der gegenüberliegenden
Seite des Schlosses befand.
„Lady von Yngor!“
Es pochte an Cardas Tür. Die Fistelstimme auf der anderen Seite der Tür klang
aufgeregt. Carda ließ den Vorhang los und eilte zur Tür. Sie drehte den Ring
um und zog daran, die Tür schabte über den Boden.
„Lady! Verzeiht die Störung, aber hier ist jemand, der Euch sprechen
möchte.“
Der Bedienstete ging ein paar Schritte rückwärts und gab die Tür für einen
jungen Mann frei. Carda konnte sein Gesicht niemand Bekanntem zuordnen, dennoch
bat sie ihn herein und bot ihm einen Sitzplatz an. Der junge Mann zählte
schätzungsweise 25 Jahre. Er hatte für Èlidale’sche Verhältnisse kurzes
Haar, ein symmetrisches Gesicht und war in einen knöchellangen Mantel aus
schwarzer Schafswolle gehüllt. Er war vom Regen nass und ein paar Tropfen
perlten von den Haaren auf seine Stirn. Seine Hautfarbe war braun, anders als
die Cardas. Diese Farbe war Zeugnis davon, dass er sich häufig draußen,
außerhalb der Mauern Èlidales aufhielt.
„Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Bayart, Baron von Cucagne.“
Was wollte denn ein Baron von Carda? Ausgerechnet von ihr, die sie sich nicht
für ausgesprochen begabt oder gar wichtig gehalten hatte. Was konnte dieser
Mann, der obwohl er ein Adliger war eine solche Hautfarbe hatte, von ihr
wollen?
„Ihr wisst scheinbar wohl, wer ich bin. Was treibt euch in diese kleine
Ortschaft?“
Carda war misstrauisch. Sie wollte sich nicht mit Bitten nach Wundermittelchen
aufhalten lassen, und für eine gute Ernte oder die Heilung von Furunkeln war
der Baron sicher den ganzen Weg von… wie hieß der Ort noch mal? …
gekommen.
„Kleine Ortschaft? Ihr verfügt hier über Adel, eine ansehnliche Armee. Also
klein würde ich das nicht nennen.“
Der Fremde schien durch seine Art die Stimmung auflockern zu wollen.
„Wie auch immer Ihr das seht. Ihr habt noch nicht geantwortet,“ lächelte
sie.
„Wie unhöflich von mir. Ich bin gekommen, um Euch um Hilfe zu bitten.“
Fast ohne ihr zutun hob sich ihre linke Augenbraue. Wobei sollte sie denn einem
Baron helfen?
„Unsere größten Zauberer sind überfragt. Es geht um meinen Sohn. Meinen
Thronfolger.“
Und Carda mit ihren 21 Jahren sollte ihm helfen?
Der Baron lächelte und versuchte, Cardas Vertrauen zu gewinnen. Er erzählte
von seinem Fürstentum, der Burg auf der er lebte, seiner Frau, die schon früh
verschieden war und seinem Sohn, der vielleicht drei Jahre zählte.
„Ihr habt ein eindrucksvolles Reich, das ist wohl wahr. Doch warum kommt Ihr
grade zu mir? Ich habe doch wohl keinen Ruf?“
Am liebsten hätte sie die Arme vor der Brust verschränkt, doch das wäre dem
Baron gegenüber unhöflich gewesen.
„Ihr müsst mit mir kommen.“
Das hatte sie bereits geahnt. Und es sprach ja auch nichts gegen einen kurzen
Ausflug nach… nach…
„Wie war noch der Name Eures Reiches?“
„Cucagne. Es heißt Cu-cag-ne.“
Dieser Dialekt war ihr Fremd. Sie spürte, dass von dem Baron Bayart keine
Gefahr ausging. Im Gegenteil erschien er ihr als freundlich und zuvorkommend. Um
sich jedoch zu vergewissern verwandte sie einen kleinen Trick, den ihre Mutter
sie vor ihrem Verschwinden noch gelehrt hatte. Sie versetzte sich für einen
Augenblick in Bayart hinein. Sie sah, was er sah, spürte, was er spürte und
schaute für einen Augenblick in seinen Erinnerungsschatz. Sie sah eine Faust
auf sich zukommen, die ihren Schlag auf der Nase entlud, die daraufhin brach.
Verschwommen nahm sie das Bild von steinernen und ehernen Bierkrügen wahr. Doch
bevor Bayart etwas bemerkte, hatte sie seine Gedanken auch schon wieder
verlassen. Es war ganz leicht gewesen, doch konnte sie dies nur bei Menschen
anwenden, die keine Ahnung von Magie oder Schutz auf dieser Ebene hatten. Kurz
viel ihr auf, dass sie dies bei Cerubina noch nie ausprobiert hatte. Bayart
hatte seinen Mantel nicht abgelegt. Er verbarg etwas längliches darin, das er
nun hervorholte und es Carda hinhielt.
„Natürlich sollt Ihr nicht umsonst in unseren Diensten stehen,“ begann er.
Es war in ein weißes Leinentuch gehüllt und war als eine Art Anzahlung
gedacht. Mit einer Hand öffnete er das Tuch und gab den Blick auf ein goldenes,
mit Edelsteinen besetztes Zepter frei, das, wenn selbst nur die Edelsteine echt
waren und das Gold nur aufgelegt, ein kleines Vermögen wert gewesen sein
musste.
„Das… Ich kann das nicht annehmen!“ protestierte Carda.
Sie wusste ja noch nicht einmal, was für eine Aufgabe sie erledigen sollte.
„Es soll euch gehören. Und bitte, nehmt es.“
Carda sah dem jungen Baron in die Augen und sah, dass es ihm mit diesem Geschenk
ernst war. Wenn sie es ablehnte, war sie grob unhöflich. Sie nahm das Zepter
also entgegen und wiegte es in ihren Händen hin und her, geblendet vom Glanze
des polierten Goldes.
„Ich danke Euch. Dennoch finde ich es übertrieben. Wie könnt Ihr sicher sein
dass ich Eurer Aufgabe gerecht werde?“
Carda ließ das Zepter sinken. Nach einer kurzen Pause legte sie es auf den
Tisch der sie und Bayart räumlich voneinander trennte. Sie sah ihn fordernd und
gleichzeitig fragend an. Der Regen auf seiner Kleidung war nun stellenweise
getrocknet.
„Ihr seid die Tochter von…“
„Ich weiß, wessen Tochter ich bin!“ unterbrach sie ihr Gegenüber scharf.
„Und allein das soll mich dafür qualifizieren?“
Ihr Tonfall beruhigte sich wieder.
„Ich nahm an, sie hätte Euch unterrichtet, bevor sie verschwand.“
Carda hätte nicht angenommen, dass ihre Mutter über die Grenzen Èlidales
hinaus bekannt war. Doch sie konnte sich hier eines Besseren überzeugen lassen.
Sie nickte. Natürlich hatte ihre Mutter ihr das Wissen weitergegeben, nicht nur
mündlich, sondern auch in Form der Bibliothek, die sie im Studierzimmer
hinterlassen hatte. Ihr Blick richtete sich unbeabsichtigt auf die kleine
Pfütze, die sich um Bayarts Stiefel gebildet hatte. Als dieser ihrem Blick
folgte, entschuldigte er sich für dieses Malheur.
„Werdet Ihr mich begleiten?“ fragte er vorsichtig.
Sie seufzte leise.
„Ja.“
Es war schon lange her, dass sie die Mauern Èlidales verlassen hatte. Als
kleines Kind hatte sie oft vor der Stadt in den Wäldern gespielt. Doch als sie
Älter wurde beschäftigte sie sich anders. Als sie ihrer Mutter eines Tages
davon erzählte, dass sie am blauen Himmel viele kleine Lichtpunkte hatte tanzen
sehen, wusste Dione, dass es an der Zeit war, ihre Tochter zu unterrichten.
„Ich danke Euch,“ sagte Bayart erleichtert und deutete mit dem Kopf eine
Verbeugung an.
Er richtete sich auf, zog seine Kleider zurecht und wandte sich in Richtung
Tür.
„Darf ich Euch bitten, mich jetzt zu begleiten? Es eilt sehr.“
Carda hatte es gewusst. Sie stand von ihrem Stuhl auf und nahm schnell ein paar
Kleidungsstücke, Edelsteine, Kräuter und ein Buch und stopfte die Sachen
hastig in einen schwarzen, ledernen Schnallenkoffer.
„Ich möchte mich noch von der Königin verabschieden.“
Der Koffer blieb offen auf dem Bett liegen, als sie aus dem Zimmer ging um sich
von Königin Brigid zu verabschieden. Bayart stand einige Sekunden lang wie in
Stein gemeißelt da und wartete. Doch etwas zog ihn zu dem kleinen Büchlein,
das Carda soeben zu oberst auf den Stapel in den Koffer gelegt hatte. Leisen
aber schnellen Schrittes ging er hin und nahm das Buch in die Hand. Es war in
Leder eingebunden und in das Leder waren Buchstaben eingestanzt, die er nicht
entziffern konnte. Er haderte mit sich selbst, ob er das Büchlein öffnen
sollte oder nicht. Doch was konnte ihm schon widerfahren? Schließlich war Carda
ja keine böse Hexe sondern die Tochter von Dione von Yngor. Doch mit dem, was
in diesem Buch stand, konnte er nichts anfangen. Es kannte die Bedeutungen der
Zeichen und Bilder nicht. Und während er durch dieses Buch blätterte vergaß
er die Zeit vollkommen. Und so bemerkte er auch nicht, dass Carda vielleicht
schon seit Minuten im Türrahmen stand und ihn lächelnd beobachtete.
„Und?“ fragte sie plötzlich.
Bayart ließ vor Schreck das Buch fallen, konnte es kurz vor dem Boden aber noch
auffangen. Die Situation war ihm furchtbar peinlich und er suchte nach einer
Erklärung.
„Ihr könnt es nicht lesen, habe ich recht?“
Bayart nickte verschämt und wusste nicht, ob seine Hände noch vom Regen oder
von Schweiß nass waren.
„Legt es wieder zurück und schließt den Koffer, bitte.“
Carda grinste, innerlich noch viel verschmitzter als äußerlich. Sie fand es
nicht verwunderlich dass Bayart einen Blick in dieses Büchlein geworfen hatte.
Es enthielt wichtige Aufzeichnungen, die sie jedoch in einer Schrift geschrieben
hatte, die nur wenige Menschen beherrschten. Und in ganz Èlidale waren es nur
sie und ihre Mutter gewesen. Sie vergewisserte sich, ob die Fenster geschlossen
waren, ob alles an seinem rechten Platz lag und löschte die beiden Öllämpchen
auf dem schulterhohen Wäscheschrank neben dem Bett.
„Ich wäre bereit,“ sagte sie und richtete ihren Blick demonstrativ auf
ihren Koffer.
Bayart ergriff ihn sofort und es wunderte Carda, dass er nicht vor ihr
salutierte. Belustigt davon ging sie durch die Tür und der Baron folgte ihr.
Nach einigen Schritten streckte sie ihre Hand nach dem Koffer aus und griff ihn.
Bayart schaute verwundert und ließ den Koffer los. Es überraschte ihn, dass
die eigentlich zierliche Carda einen so festen Griff hatte.
„Wie kommt ihr eigentlich auf mich?“ fragte sie als sie durch die große
Empfangshalle von Schloss Ríma gingen. Ihre Schritte hallten von den meterhohen
Wänden wieder und der Hall verlieh ihren Stimmen eine überraschende Fülle.
„Wie ich sagte, Ihr seid die Tochter Dione von Yngors. Und wenn uns jemand
helfen kann, dann seid Ihr es.“
Doch wobei genau sollte Carda ihm denn helfen? Er hatte sich bei der Antwort
sehr zurückgehalten und umging diese Frage auch geschickt.
„Die Kutsche steht vor dem Schloss. Ich hoffe es macht Euch nichts aus.“
Bei diesem Satz öffnete er ihr die hohe Eingangstür aus massivem Holz mit
metallenen Beschlägen, viel zu schwer für eine Frau, so wie er dachte. Die
Kutsche war mit dem Fürstenwappen Cucagnes verziert, in blau, rot, weiß und
Gold. Auch fand man viele Lilien und Schnörkel, die anzeigten, dass es sich um
eine Kutsche aus dem Bestand des Adels handelte. Bayart öffnete die Tür und
ließ Carda einsteigen, dann schob er den Koffer nach und stieg zuletzt selbst
ein. Im Innern war die Kutsche mit Samt ausgekleidet, ganz so, wie man es von
einer Adelskutsche her kannte. Mit einem Handzeichen aus dem Fenster bedeutete
er dem Kutscher, dass die Reise beginnen konnte. Im Gegensatz zu den Kutschen
die Carda kannte war diese sehr ruhig während der schnellen Fahrt. Die beiden
Pferde, die davor gespannt waren, trabten unermüdlich voran und die Landschaft
zog an den beiden Fenstern vorbei wie auf eine Bilderwand aufgemalt. Der Himmel
färbte sich abendlich rot. Carda und Bayart schwiegen eine lange Weile, bis
Carda das Schweigen brach.
„Was ist mit Eurem Sohn? Ihr spracht von ihm.“
Bayarts Mine verfinsterte sich kaum merklich. Doch ihm lief ein Schauer über
den gesamten Rücken und wieder zurück.
„Er ist schwer erkrankt. Er leidet an Fieber, doch kein Fiebermittel hilft
ihm. Ich habe ihn einem Schamanen anvertraut. Doch ich habe den kleinen Daive
seit einem Monat weder gesehen, noch gehört. Der Schamane verweigert mir
jeglichen Zutritt zu dem Jungen.“
Carda nickte.
„Ohne Zweifel ein Scharlatan, den Ihr angeheuert habt.“
Bayart senkte den Blick. Er musste sich eingestehen dass sie Recht hatte.
„Wisst Ihr den Namen dieses Mannes?“
Der Baron überlegte kurz. Doch zu seinem Erstaunen stellte er fest, dass der
Schamane ihm seinen Namen nicht genannt hatte. Wie konnte er nur so töricht
sein und den Thronfolger Cucagnes einem Namenlosen überlassen.
„Nein. Er sagte ihn mir nicht. Vielleicht kennt ihn eine der Ammen.“
Carda schüttelte den Kopf.
„Kaum. Er hatte von Anfang an schlechtes mit dem Kind im Sinn.“
Solange niemand den Namen dieses Mannes kannte konnte ihm aus magischer Sicht
auch niemand etwas anhaben. Carda wusste dies und grübelte, wie man diese
Situation doch noch zum Guten wenden konnte.
„Wo ist seine Mutter?“ wollte sie wissen.
Bayart wendete seinen Blick ab. Seine Gemahlin war ein schmerzliches Thema für
ihn. Auf der Reise in ein fremdes Land war sie gefangengenommen worden. Seither
hatte er nie wieder von ihr gehört und er wusste nicht, ob sie noch am Leben
war. Er erzählte Carda die Geschichte; es war ihm als redete er stundenlang.
Das Land, das sie bereist hatten war weit im Süden gelegen. Die Sonne dort
brannte am Tag 15 Stunden auf die Menschen herab, die allesamt eine tonbraune
Hautfarbe hatten und deren Häupter von pechschwarzem Haar bedeckt wurden. So
stolz und so traditionsreich diese Menschen gewesen waren, genauso grausam waren
sie. Die Pferdekutsche hatte eine Halbwüchsige angefahren, die
unerklärlicherweise ihren Verletzungen erlag. Dafür hatten die Dorfbewohner
einen Tribut gefordert. Alles war aus den Strohhütten zusammengekommen und die
Ältesten entschieden, dass Bayart seine Béthàny nicht mehr wiedersehen
sollte. Sie wurde in eine Hütte gebracht, aus der sie schrie und jammerte, doch
was weiter mit ihr passierte konnte er nicht sagen, weil sie gezwungen waren,
sie zurückzulassen.
“Das ist ja schrecklich,“ sagte Carda und senkte ihren Blick, Béthànys
Seele gedenkend.
„Ja. Aber es war unausweichlich.“
Sie war verwundert darüber, wie resignierend Bayart den Verlust seiner Frau
hinnahm. Langsam veränderte sich die Landschaft vor dem Kutschfenster. Die
üppigen Wälder verschwanden langsam und wichen einer orangefarbenen
Steinlandschaft. Aus dem Boden ragten hie und da immer wieder ein paar alte und
knorrige Bäume empor, deren grüne Kronen den hiesigen Vögeln ein Dach über
dem Kopf boten. Es mussten schon Stunden vergangen sein. Schweigen lag in der
Kabine. Bayarts Finger spielten gedankenverloren mit einem Holzperlenarmband,
das er in seiner Manteltasche vergraben hatte.
„Warum überrennt Ihr ihn nicht mit euren Truppen?“ brach Carda das
Schweigen.
„Weil niemand von meiner Torheit wissen soll. Und weil er ihm etwas zuleide
tun würde.“
Carda nickte.
„Aber wozu braucht Ihr mich?“
„Er hat uns die Pest gebracht, unser Wasser untrinkbar gemacht und viele
Frauen wurden unfruchtbar, seit wir ihn das letzte Mal bedrängten.“
„Wie hat er das zustandegebracht?“
Sie konnte sich kaum vorstellen dass ein einzelner Mann zu so etwas fähig war.
Und sie bezweifelte auch, dass es sich bei ihm um einen fähigen Magier
handelte. Sie stand allen Menschen, die von sich behaupteten sich der Magie
befähigt zu haben, sehr skeptisch gegenüber, schließlich war sie schon auf
genug Scharlatane getroffen.
„Er benutzt uns unbekannte Kräuter und Steine. Einer meiner Getreuen
berichtete, er habe sogar beobachtet, wie er die Mandragora ausgegraben
habe.“
Carda erkannte das Hauptproblem jedoch in etwas völlig anderem. Die Menschen
hatten zuviel Ehrfurcht vor diesem… diesem… Gesocks. Kein anderes Wort viel
ihr ein. Man durfte das alte Wissen nicht für solche Kinkerlitzchen vergeuden,
hatte man ihr immer und immer wieder eingebläut.
„Ich denke, dass sich dieses Problem schneller lösen lassen wird, als Ihr zu
glauben wagt, mein lieber Baron Bayart.“
Wissend lehnte sie sich zurück. Nur ein Narr würde die Magie für seine
eigenen, böswilligen Zwecke verwenden, kam doch all das, was man aussandte,
dreifach auf einen zurück. Die Kutsche verließ die Gefilde, an die sich Cardas
Augen nun gewöhnt hatten. Die rötlichen Töne wichen einem satten Grün, das
fortan die Straße säumte, auf der sie sich bewegten. Die Straße mündete in
ein riesiges Tor. Das mächtige Schutzgitter war hochgezogen und die hölzernen
Flügel standen weit offen, den Blick auf das Innere Cucagnes freigebend. Noch
ehe sie durch den ehernen Torbogen gefahren waren war Carda überwältigt von
der Schönheit dieser Stadt. Alle Häuser hatten einen eher traditionellen
Hauch, selbst für jemanden aus Èlidale sah alles ein wenig antiquiert aus,
antiquiert, aber doch so blank und sauber, als sei alles soeben erst aus dem
jungfräulichen Boden gewachsen. Die Pferde schnaubten und stoppten schließlich
in einer Art Innenhof. Der Kutscher öffnete die Tür und Bayart sprang in einem
Satz hinaus.
„Darf ich bitten?“ reichte er Carda die Hand.
Diese nahm sie an und ließ sich von dem Baron in eine Art Schänke führen. Sie
schien jedoch nicht öffentlich zu sein, da sich niemand außer dem dicklichen
und haarlosen Wirt darin befand.
„Wartet hier, ich lasse das Gepäck auf ein Zimmer bringen. Kutscher!“
Bayart gab dem Kutscher ein Handzeichen. Erst jetzt konnte Carda sein Gesicht
erkennen. Es war zerfurcht, wohl von Wind und Wetter, durch das er bereits hatte
fahren müssen.

Bayarts Erbe
Noch bevor Chiron Bayart überhaupt geboren war, stand fest, dass der künftige
Thronerbe ein schweres Los haben würde. Früh schon hatten die Hexen des Hofes
von Cucagne gesehen, dass sich der Horizont für das Geschlecht Bayart
verfinsterte, zunehmend verfinsterte. Schuld daran schien ein alter, aber
gravierender Fehler zu sein, den Chirons Urgroßvater begangen hatte.

Ein schwerer Schatten schleppte sich durch das verwobenen Geäst der Wälder
von Cryasoll.

Hühnerpudel?!

Poodle doodles: Dogs are transformed into pandas, horses and even snails in a barking mad grooming craze

Das hab ich grade in den Weiten des Interwebz gefunden. Ich wusste ja dass Menschen ihren Hunden lächerliche Kostümchen anziehen, sie ihnen die Nägel lackieren und das ganze allerliebst und zauberhaft finden. Viele vermenschlichen ihre Hunde auch, weil sie vielleicht keine eigenen Kinder haben. Ich mache das manchmal auch mit meinen Katzen. Nicht Nägel lackieren aber ihnen frotzelnderweise menschliche Züge zuschreiben. Anyway, ich hab diese Seite heute aufgemacht und das Grauen gesehen. Nicht dass diese Tiere da grob zugerichtet worden wären, nein, ich vermute die duften sogar noch nach Puder und Joop. Aber, und das möchte ich nochmal für all diese ignoranten Utzidutziputzihundileini-Halter festhalten, das, was ihr da habt, waren mal Wölfe. Wölfe die an Kot und Urin gerochen haben, die Zecken und Flöhe im Fell hatten, Wölfe, die sich mit dem Blut ihrer Beutetiere eingesudelt haben.

Wenn ich diesen Wesen in die mit Lidschatten umrahmten Äuglein blicke, sehe ich ein riesiges WTF.  Den Haltern wird auch in Zukunft nicht bewusst werden, dass das, womit sie glauben ihren Babymausischmusibutzis einen Gefallen zu tun, den Tieren im Idealfall egal ist. Hunde sind am glücklichsten, wenn man sie in den Matsch lässt.Eine Schande, dass solche Hundeschauen einen so großen Zulauf haben…

Die Monate

Im Januar beginnt das Jahr.
Im Februar ist Fasching da.
Im März die Frühlingssonne lacht.
Im April das Wetter ärger macht.
Im Mai die schönen Blumen blühen.
Im Juni wir ins Schwimmbad ziehen.
Im Juli ist der Sommer da.
Im August gibt’s Ferien mit Papa.
Im September gibt es reife Früchte.
Im Oktober steigen Drachen in die Lüfte.
Im November graue Nebel wallen.
Im Dezember die Schneeflocken fallen.

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